03 Tim Eitel

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Profis, Siebdruck, 24 x 23 cm, 2008, PP (Printers Proof), Edition: Texte zur Kunst

Tim Eitel (*1971 in Leonberg) lebt und arbeitet in Paris. Er gilt als einer der prominentesten Vertreter der sogenannten Neuen Leipziger Schule. Seine dem Realismus und der Romantik verpflichtete Malerei verbindet fotografisch präzise Figuren mit monochromen Farbflächen und feinen Farbkontrasten. Nach einem ersten fotorealistischen Eindruck offenbaren seine Bilder bei näherer Betrachtung ihre malerische Vielschichtigkeit: Inkongruenzen im Raum, versteckte geometrische Abstraktion und eine ausgeprägte Reflexion über das Medium selbst. Sein motivisches Spektrum reicht von Museumsbesuchern und intellektuellen Bildbetrachtern bis hin zu Obdachlosen und Occupy-Aktivisten – „urbanen Nomaden“, deren Lebensrealität er festhält. Eitel wird in eine Reihe mit Caspar David Friedrich, Edward Hopper und Alex Katz gestellt; im Magazin ArtReview wurde er als „möglicherweise bester lebender Maler“ gefeiert.

Ausbildung: Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (1997–2001), Meisterschüler bei Arno Rink (bis 2003), Mitbegründer der Produzentengalerie Liga, Berlin (2002).

Auszeichnungen: Landesgraduiertenstipendium des Freistaates Sachsen (2002), Marion-Ermer-Preis (2003).

Ausstellungen (Auswahl): Museum der bildenden Künste, Leipzig („Offene Wände“, 2019), Kunsthalle Tübingen und Kunsthalle zu Kiel („Die Bewohner“, 2008), Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen (2004), Essl Museum, Klosterneuburg/Wien, Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen (2022), Kunsthalle Rostock (2024), Museu de Arte de São Paulo, Liverpool Biennale (2010). Vertreten durch die Galerie Eigen + Art, Leipzig/Berlin.

Aufrufpreis: 800 €

Tim Eitel online: Wikipedia